Das Buch der Gebrüder Riha

Warum dieses Buch?

gebrueder riha buch wenn waende reden koennten„Echt jetzt, Bernhard und Clemens – ein Buch? Habt ihr wirklich nichts Besseres zu tun?“ So oder so ähnlich lauteten die Reaktionen vieler Freundinnen, Freunde und Bekannter, als wir erzählten, dass wir ein Buch über Zinshausbesitzer und ihre Erlebnisse schreiben wollten.

Die Idee kam allerdings nicht aus einer Laune heraus. In unserem Berufsalltag begegnen uns ständig Geschichten, die unterhaltsam, skurril, bewegend und manchmal kaum zu glauben sind. Irgendwann war klar: Diese Geschichten verdienen es, erzählt zu werden.

Also machten wir uns auf die Suche nach Menschen, die bereit waren, ihre Erfahrungen mit uns zu teilen. Wir verschickten unzählige Briefe – gefühlt waren es Zehntausende – und hofften auf offene Türen. Gleichzeitig rechneten wir damit, dass unser Vorhaben auf wenig Begeisterung stoßen würde.

Und tatsächlich bestätigte sich dieser Eindruck zunächst. Die ersten Antworten waren überwiegend Absagen. Manche lehnten höflich ab, andere unmissverständlich. Vereinzelt wurden wir sogar aufgefordert, künftig keinen Kontakt mehr aufzunehmen. Doch Ablehnung gehört in der Immobilienbranche zum Alltag – und zwischen all den Nein gab es immer wieder ein vorsichtiges „Vielleicht“. Manche wollten zunächst mehr über das Projekt erfahren, andere zeigten sich grundsätzlich interessiert. Das genügte, um weiterzumachen.

Dann geschah etwas, womit wir nicht gerechnet hatten. Innerhalb weniger Wochen füllte sich unser Posteingang mit positiven Rückmeldungen. Am Ende meldeten sich rund 200 Eigentümer, die bereit waren, ihre Geschichten mit uns zu teilen – weit mehr, als wir in diesem Buch unterbringen konnten. Spätestens da wussten wir: Aus einer Idee war ein echtes Buchprojekt geworden.

Bei den vielen Gesprächen lernten wir nicht nur faszinierende Menschen kennen, sondern gewannen auch einen neuen Blick auf das Zinshaus selbst. Wer glaubt, ein Zinshaus sei eine sprudelnde Goldgrube, irrt. Vielmehr gleicht es einem Sparschwein, das regelmäßig gefüttert werden muss: mit Zeit, Geld, Geduld und persönlichem Einsatz. Viele Eigentümer investieren weit mehr, als sie jemals zurückbekommen – nicht aus wirtschaftlichem Kalkül, sondern aus Verbundenheit.

Denn für viele ist ihr Zinshaus weit mehr als eine Immobilie. Es ist Familiengeschichte, Zuhause und Verantwortung zugleich. Oft befindet sich das Haus seit Generationen im Besitz derselben Familie und wurde von Groß- oder Urgroßeltern übernommen. Diese besondere Beziehung war in nahezu jedem Gespräch spürbar.

Genau diese Leidenschaft hat uns begeistert und dieses Buch geprägt. Es erzählt nicht nur von beeindruckenden Häusern, sondern vor allem von den Menschen, die sie erhalten, mit Leben füllen und ihre Geschichten weiterschreiben.

Das Buch